Betreuung

Als zugelassener Pflegedienst bieten wir zusätzliche Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige entsprechend § 45b SGB XI an.

Zur Verbesserung der Versorgungssituation insbesondere von Menschen mit dementiellen Erkrankungen, wurden mit dem Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz (PflEG) zusätzliche Betreuungsleistungen für Menschen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung im SGB XI verankert (§45 a-c SGB XI).

Diese zusätzlichen Betreuungsleistungen sollen für Pflegebedürftige unter anderem aktivierende und qualitätsgesicherte Betreuungsangebote verfügbar machen und pflegenden Angehörigen eine Möglichkeit der Entlastung bieten.

Zu den Personen, die Anspruch auf zusätzliche Bertreuungsleistungen haben, gehören demnach Menschen mit

  • demenzbedingten Fähigkeitsstörungen,
  • geistigen Behinderungen,
  • psychischen Erkrankungen,

welche in häuslicher Pflege versorgt werden und bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist. Voraussetzung ist, dass der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Rahmen einer Begutachtung Auswirkungen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens festgestellt hat, die dauerhaft zu einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz geführt haben.

Das Begutachtungsverfahren der Pflegekasse zur Feststellung der erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz beinhaltet einen Fragenkatalog anhand dessen der MDK prüft.

Nach § 45 b SGB XI können Personen, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, je nach Umfang des erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarfs zusätzliche Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen. Die Höhe des jeweiligen Anspruchs wird von der Pflegekasse auf Empfehlung des MDK im Einzelfall festgelegt. Den Grundbetrag von € 100,00 monatlich erhält der, bei dem wie oben beschrieben, eine erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt wurde. Der erhöhte Betrag von € 200,00  monatlich (erhöhte Einschränkung der Alltagskompetenz) wird gewährt, wenn eine weitere Fähigkeitseinschränkung aus dem Bereich 1.-5. oder 9. oder 11. hinzukommt.

Wichtig ist, dass die Beeinträchtigungen täglich zu einem Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf führen und voraussichtlich über mindestens ein halbes Jahr hinweg bestehen werden. Die Leistung wird nicht bar zur freien Verfügung ausbezahlt, sondern ist zweckgebunden für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen einzusetzen, d.h. sie steht für die Abrechnung von Kosten für Betreuungsleistungen von Pflegediensten, für Tages- und Kurzzeitpflege, einer Betreuungsgruppe und Einsätze anerkannter Helferkreise zur Verfügung.

Betreuungsangebote § 45bDie Beschäftigung und Betreuung soll sich an den Ressourcen der jeweiligen Menschen orientieren. Dabei ist es wichtig an lebensgeschichtlich geprägte Aufgaben und Aktivitäten anzuknüpfen. Die Art der Betreuungsaufgaben wird daher in Absprache mit den Klienten, Angehörigen und Betreuern festgelegt. Unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Interessen, Ressourcen und biographischen Hintergründe wird ein individuelles Betreuungsangebot zugeschnitten. Die hier aufgeführten Beispiele vermitteln einen Eindruck, wie vielfältig Betreuung sein kann. Diese Liste ist nicht als abschließend zu betrachten, sondern wird mit zunehmenden Anforderungen und Erkenntnissen erweitert.

  • Singen
  • Bewegung
  • Malen und handwerkliche Aktivitäten
  • Lesen
  • Spielen
  • Tanzen